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Während seines Werkprozesses wird der Film chemisch und handwerklich verändert. Der Film selbst stellt für ihn eine Grundlage dar, auf der er künstlerisch tätig wird. Im Gegensatz zum Malen auf der Leinwand,
welches ein additiver Prozess ist, handelt es sich hierbei um einen subtraktiven Prozess. D.h., dass sich Schritt für Schritt Farbschichten des Films lösen, verändern, fließen oder verschmelzen lassen. Das Ende aller
Möglichkeiten würde die Erscheinung der klaren farblosen Trägerschicht darstellen. Während der Gestaltung stehen manchmal nicht alle Farben gestalterisch zur Verfügung, sondern nur diejenigen, welche in der Belichtung zuvor
hervorgerufen wurden. Das Farbspektrum stellt er auf diese Weise in einen ursächlichen Zusammenhang zum Bildmotiv.
Bei diesen Arbeiten handelt es sich also nicht um fotografisch reproduzierte Gemälde, sondern um eigenständige Originale. Das Bild entsteht, indem das Diapositiv mit Licht durch ein Objektiv auf eine Leinwand
projiziert wird. Licht scheint durch die unterschiedlichen Farbschichten und bildet in der Projektion das Werk. Sein Bestreben ist es, die Bildaussage über die ursprüngliche fotografische Wiedergabe des Motivs hinaus durch
seine gestalterische Wahrnehmung und Reflektion gleichermaßen neu zu formulieren. Deshalb betrachtet er dieses Wirken selbst als eine Form seiner Malerei. Einer Malerei mit Licht.
Für diese Ausstellung wurden einzelne exemplarische Werke aus unterschiedlichen Werkzyklen ausgewählt. Bei den gezeigten Arbeiten handelt es sich um fotografische Abzüge, welche die Lichtprojektion in eine
dauerhafte konventionelle Präsentation überführt. Das gewählte Format ist 40 mal 60 cm. Selbstverständlich wären auch alle anderen, technisch möglichen Formate im 3- zu 4-Verhältnis vorstellbar.
Neben dem Diapositiv ist jede Replik an sich ein Original und bietet die Möglichkeit, eine Auflage zu erstellen. Die Auflage dieser Abzüge ist limitiert und wird durch Frank Czaplinski auf jeder Rückseite neben
der Signatur erfasst und dokumentiert. Zur Zeit arbeitet er an der Idee, diese Arbeiten zu einem Fenster zu transponieren, dass dann ähnlich dem Diapositiv das Licht zur Erscheinung bringt.
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