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Bei Licht betrachtet
Der Maler und Textildesigner Hans Kössler wurde 1947 im Allgäu geboren und lebt und arbeitet in München. Bis 1999 war er hauptberuflich als Art Director in der Textilbranche tätig.
In seinen Bildern beschäftigt sich Hans Kössler mit Räumen, Landschaften und Still-Leben. Er malt nur Landschaften, die er sich erwandert und deren Eigenarten er in Aquarell - Skizzen von der Natur
festgehalten hat. Seine besondere Liebe gehört dabei den Landschaften nördlich und südlich der Alpen. “Berge, Hügel, Wege oder Häuser aber auch weite Landschaften sind in ein geheimnisvolles Licht getaucht
und strahlen dadurch so etwas wie heilsame Einsamkeit und Ruhe aus” 1)
Die Interieurs und Still-Leben sind geprägt von der Einfachheit der Motive. Er setzt die Gegenstände so zum umgebenden Raum und zum Licht, das eine Atmosphäre der Ruhe und Kontemplation entsteht.
“Die Distanz, das eigentümliche Kolorit und stilsichere Kompositionsvermögen kommen jedoch den Still-Leben zugute. Die klare Aussage, Ruhe und Würde sowie der spröde aber pastose Farbaufstrich verleihen den
Kompositionen einen ganz besonderen Reiz. Auch hier verliert sich der Maler nicht in Nebensächlichkeiten. Formen aber auch warme, dezente Farben sowie die eigenwillige Bildeinteilung hauchen den schlichten
Arrangements - meist Flaschen oder Gefäße - so etwas wie Poesie ein.” 1)
Bei der künstlerischen Umsetzung bedient sich Hans Kössler unterschiedlicher Ausdrucksarten. Der Farbauftrag wechselt zwischen glatt, körnig oder pastos. Der Pinselduktus ist einmal ruhig, dann wieder
gestisch. Er verwendet keine fertigen Farben. Aus Pigmenten, die aus gemahlenen Mineralen gewonnen werden, mischt er sich jeden Ton selber, um so subtilere Nuancen zu erreichen.
Größte Sorgfalt verwendet er auf die Behandlung des Lichtes, das nach seiner Überzeugung die Seele eines Bildes ist.
1) Barbara Szymanski, Süddeutsche Zeitung vom 8.10.2001
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